Über uns

Es gibt neue Formen öffentlicher Meinungsäußerung und die sind weniger steif. Die alten Formen herrschen noch im Fernsehen vor. Typisch sind die Rituale der Talkshows. Berufspolitiker hacken aufeinander herum und hauen sich halbrichtige Argumente und allerlei Bosheiten um die Ohren. Für die neuen Formen ist dagegen ein Shitstorm typisch: Plötzlich sagen viele Menschen kurz, aber aufgewühlt ihre Meinung und verschwinden wieder. Die neuen Formen sind also regellos. Die ohnehin brüchigen Hemmschwellen der Höflichkeit im persönlichen Umgang fallen weg. Sie sind damit auch unberechenbar – wann was wie stark losbricht, von wem losgetreten, ist nicht kontrollierbar. Die neuen Formen lohnen sich also emotional: Mitmachen kostet wenig Zeit, Sachkenntnis oder Mühe, man kann aber intensiv Gefühle äußern. Zu denen gehört leider auch der Genuss strafloser Aggression.

Ein neues Format sind Blogbeiträge. Wie bei jeder Mediplanung orientiert sich das eingesetzte Werbeformat an den Zielsetzungen der Kampagne. Für eine rein performanceorientierte Abverkaufskampagne ist ein Blogbeitrag wenig zielführend, da er im Verhältnis zu Bild-Text-Kombinationen oder klassischen Standardformaten (AdBundles) hinsichtlich CPO oder CPL das Nachsehen hat. Auch für Kampagnen, bei denen großflächig Aufmerksamkeit und eine hohe Reichweite erzielt werden soll, sollte ein Blogbeitrag nicht als erste Wahl in Betracht gezogen werden. Hier fährt der Werbetreibende mit Großformat- oder Bewegtbild-Formaten über die altbekannten Vermarkter besser, ist doch die Reichweite von Blogs sehr eingeschränkt. Interessant wird das Medium Blog, wenn eine kleine oder sehr spezielle Zielgruppe gezielt angesprochen werden soll oder eine tiefergehende Analyse des Produkts gewünscht ist.